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{{Dieser Artikel|behandelt den lateinischen Buchstaben C, zu anderen Bedeutungen siehe [[C (Begriffsklärung)]]. Aus technischen Gründen wird auch ''C#'' hierher weitergeleitet. Zur Programmiersprache C# siehe [[C-Sharp]]. Für die Programmiersprache C siehe [[C (Programmiersprache)]].}} {{Zeichen|Cc}} [[Datei:Fonts-C.jpg|rechts|Der Buchstabe C in verschiedenen Schriftarten]] '''C''' bzw. '''c''' (gesprochen: [{{IPA|t͡seː}}]) ist der dritte [[Buchstabe]] des [[Lateinisches Alphabet|klassischen]] und [[Lateinisches Schriftsystem|modernen lateinischen Alphabets]]. Er bezeichnete zunächst die [[velar]]en [[Verschlusslaut]]e /k/ und /g/ (letzterer seit dem 3. Jh. v. Chr. durch das neugeschaffene [[G]] vertreten); infolge der seit dem [[Spätlatein]]ischen bezeugten [[Romanische Assibilierung|Assibilierung]] vor [[Vorderzungenvokal]] bezeichnet ''c'' in den meisten [[Romanische Sprachen|romanischen]] und noch vielen anderen Sprachen auch eine ([[postalveolar|post-]])[[alveolar]]e [[Affrikate]] (ital. {{IPA-Phon|ʧ}}, dt. tschech. {{IPA-Phon|ʦ}}) oder einen [[dental]]en oder [[alveolar]]en [[Reibelaut]] (franz. engl. {{IPA-Phon|s}}, span. [{{IPA|θ/s̺}}]). Der Buchstabe C hat in deutschsprachigen Texten eine durchschnittliche [[Buchstabenhäufigkeit|Häufigkeit]] von 3,06 %. == Aussprache == In den meisten [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] sowie verbreitet in der mittelalterlichen und neuzeitlichen Aussprache des [[Latein]]s und zahlreicher daraus entlehnter Wörter steht ''c'' vor Konsonanten und hinteren [[Vokal]]en (einschließlich /a/) für den [[Stimmloser velarer Plosiv|stimmlosen velaren Plosiv]] /k/, vor ursprünglichen [[Vorderzungenvokal]]en ''e'', ''i'' (auch vor lat. ''ae'', ''oe'', ''y'') dagegen für einen [[Zischlaut]] (je nach Sprache und Sprachstufe eine [[Affrikate]] {{IPA-Phonem|ʧ}}, {{IPA-Phonem|ʦ}} oder ein reiner [[Frikativ]] /s/, {{IPA-Phonem|ʃ}}, {{IPA-Phonem|θ}}; vgl. [[Romanische Palatalisierung]]). Die Verteilung dieser [[Allophon]]e nach darauffolgendem Vokal wird gelegentlich in sprachspezifischer [[Lautschrift]] durch die Reihe '''ka – ce/ze – ci/zi – ko – ku (sogenannte Ka-ze-zi-ko-ku-Regel)''' wiedergegeben''Etwas in Sachen des Buchstaben C'', in: ''Hannoverisches Magazin'', 11tes Stück, Freytag, den 6ten Februar 1778, [http://books.google.ch/books?id=GPMWAAAAYAAJ&pg=RA3-PA210 p. 165.]Francisco Gabriel Malo de Medina, ''Guia del niño instruido, y padre educado, cartilla y caton para todas artes'', Madrid 1787, [http://books.google.ch/books?id=_2NTrjF8HtoC&pg=PA15 p. 15f.] oder einen Merkspruch folgender Art zusammengefasst: „Nach ''a, o, u'' sprich ''c'' wie ''k'', vor ''e'' und ''i'' sprich ''c'' wie ''z''.“Vgl. [http://www.google.ch/ #hl=de&tbm=bks&sclient=psy-ab&q=%22sprich+c+wie+z%22&oq=%22 sprich+c+wie+z%22&gs_l= serp.3...333163.333309. 5.333547. 2.2.0.0.0 .0.118.231.0j2.2.0...0.0...1c.1.9. psy-ab.Lhlmzufgmrc&pbx=1&bav=on.2,or.r_qf .&bvm=bv. 45512109,d.ZWU&fp=b3bfab612ca0258c &biw=1607 &bih=918 Google-Buchsuche.] Wo ein solcher Zischlaut vor einem hinteren Konsonanten wie /a/, /o/, /u/ (oder einem erst später daraus entstandenen Vorderzungenvokal, etwa [[Französische Sprache|frz.]] [y] < lat. /u/) steht, wird er oft durch ''[[ç]]'', ''z'', oder (im Italienischen) den [[Digraph (Linguistik)|Digraphen]] ''ci'' bezeichnet. Umgekehrt tritt für den Velaren vor vorderem Vokal ''k'', im Französischen regelmäßig ''qu'', im Italienischen ''ch''In [[SMS]] heute aber regelmäßig ''k''. ein. Darüber hinaus wird der Buchstabe ''c'' zum Teil auch allgemein durch ''z'' bzw. ''k'' ersetzt, z. B. bei im heutigen Deutsch bei lateinischen Lehnwörtern: ''Zirkus'' statt ''Circus''. Außerhalb des [[Italienische Sprache|Italienischen]] steht der [[Ch (Digraph)|Digraph ''ch'']] in vielen romanischen Sprachen ebenfalls für einen Zischlaut, im Deutschen und im [[Gälische Sprachen|Gälischen]] für einen velaren oder [[palatal]]en Reibelaut. Die Kombination '''ck''' dient im Deutschen als Variante von ''k'' zur Kennzeichnung, dass der vorhergehende Vokal kurz ausgesprochen wird; der [[sch (Trigraph)|Trigraph ''sch'']] stellt den Laut [{{IPA|ʃ|ʃ}}] dar (wie in ''Schule''). == Herkunft == {| align="center" border="0" cellpadding="5" |align="center" width="130px"|[[Datei:Proto-semiticG-01.svg|x64px|Proto-semitischer Fuß]] |align="center" width="130px"|[[Datei:PhoenicianG-01.svg|x64px|Phönizisches Gimel]] |align="center" width="130px"|[[Datei:Frühgriechisches Gamma.svg|x64px|Variante des frühgriechischen Gamma]] |align="center" width="130px"|[[Datei:Greek Gamma 02.svg|x64px|Griechisches Gamma]] |align="center" width="130px"|[[Datei:EtruscanC-01.svg|x64px|Etruskisches C]] |align="center" width="130px"|[[Datei:RomanC-01.png|Lateinisches C]] |- |align="center" valign="top" width="130px"|Proto-semitischer
Fuß |align="center" valign="top" width="130px"|Phönizisches Gimel |align="center" valign="top" width="130px"|Variante des frühgriechischen Gamma |align="center" valign="top" width="130px"|Griechisches Gamma |align="center" valign="top" width="130px"|Etruskisches C |align="center" valign="top" width="130px"|Lateinisches C |}
Das "C" leitet sich von dem selben Buchstaben ab wie das "G". Im phönizischen Alphabet nannte sich der Buchstabe "Gimel".
Die Phönizier nannten den Buchstaben, von dem sich das C ableitete, [["Gimel"]].
Die Griechen übernahmen den Buchstaben als [[Gamma]]. Zu Beginn wurde das Gamma in einer Form geschrieben, die wie ein Dach aussah (ähnlich dem späteren [[Lambda]]). Bis zur klassischen Zeit entwickelte sich das Gamma zu Γ weiter. Mit dafür verantwortlich war wahrscheinlich neben dem Wechsel der Schreibrichtung von rechts-nach-links auf links-nach-rechts auch der notwendige Wechsel der Schreibwerkzeuge zum Beschreiben von organischen Stoffen. Als die Etrusker das frühgriechische Alphabet übernahmen, hatten sie keine Verwendung für das Gamma, da im etruskischen stimmhafte [[Verschlusslaut]]e wie [g] nicht vorkamen. Allerdings hatte die [[etruskische Sprache]] drei k-Laute. Die [[Etrusker]] veränderten daher den Lautwert des Buchstabens, um den stimmlosen Verschlusslaut [k] vor [e] oder [i] wiederzugeben. Mit eben dem Lautwert wanderte das Zeichen C dann in das lateinische Alphabet und wurde von den Römern, die durchaus zwischen der Tenuis [[K]] und der Media [[G]] unterschieden, so ursprünglich für die Laute [g] und [k], genauer, für die Silben [ge]; [gi] und [ke]; [ki] gesetzt. Wenn auch in archaischer Zeit in der lateinischen Schriftpraxis drei von ihren nachfolgenden Lauten unterschiedlich gefärbte [k]-Laute zeichenmäßig noch nicht konsequent unterschieden wurden, so setzte doch eine Differenzierung ein, nämlich C vor [e], [i], [[K]] vor [a] und [[Liquida|Liquiden]], [[Q]] vor [o], [u], von denen der Erstere auch noch für unser heutiges [[G]] verantwortlich ist. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. kam dieser Prozess zum Abschluss, indem der Buchstabe [[Q]] nur noch vor das konsonantische [u] gestellt, während der Buchstabe [[K]] ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. nur noch in formelhaften Abkürzungen, wie Kal. = Kalendae und dem Brandmal K. = Kalumniator vorkam. Beide Buchstaben wurden zugunsten des C verdrängt. Nun hing aber auch noch der [g]-Laut am Zeichen C und nach [[Plutarch]] (Quest. Rom. 54) war es 230 v. Chr. der Schreibschulen-Betreiber [[Spurius Carvilius Ruga]], der durch Hinzufügung eines Striches das [[G]] aus dem C herausholte, und an die Stelle verfrachtete, welche der [ts]-Laut, also das Griechischen Zeta, unser Zet, im Griechischen einnahm. Erhalten blieb das Zeichen C als [ge]-Laut nur in den Abkürzungen C. = Gaius und CN. = Gnaeus. Interessant ist dabei, dass der Römer den neuen Buchstaben, also die Verknüpfung des Zeichens C mit Cauda (Schwanz) = G mit dem Laute [g], nicht ans Ende des Alphabetes setzte, wie später mit dem griechischen [[Y]] und [[Z]] geschah, sondern an die Stelle, die dem Zet nach dem griechischen Alphabete zukam. Nachdem der stimmhafte [z]-Laut, der an der Zeta-Stelle im Alphabet, also an der 7. Stelle stand und durch das Zeichen 'I' dargestellt wurde, zu [[R]] geworden war (fesiae → feriae), war das Zeichen nicht mehr nötig und der Buchstabe wurde durch den Censor [[Appius Claudius Caecus]] 312 v. Chr. (Marc. Capella: 1,3) getilgt. Zudem war Griechenland noch nicht erobert und die griechische Gelehrsamkeit in Rom noch nicht heimisch). Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass dort eine Lücke empfunden wurde, weil auch in Rom die Buchstaben noch die alte phönizische Zahlbedeutung hatten. Im Spätlatein ab dem [[5. Jahrhundert]] n. Chr. wurde das [k] vor einem hellen Vokal zu [ts]. Diese Aussprache wurde zum Standard im mittelalterlichen Latein, sie ist der Grund dafür, dass das C heute unterschiedliche Lautwerte hat. In [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] wurde diese Entwicklung zum Teil noch weiter fortgeführt; das C hat dort auch die Lautwerte [tʃ], [s] oder [θ]. == Zitat == ''Da wir, gleich den Griechen und Slaven, die tenuis des gutturallauts mit K ausdrücken, so ist dafür das aus dem lateinischen Alphabet entnommene C ganz überflüssig, fehlt darum auch der gothischen und altnordischen schrift, die Slaven verwenden es für S, die Polen und Böhmen für Z.'' (…) ''unentbehrlich aber bleibt, solange wir für die kehlaspirata kein einfaches Zeichen, wie die Gothen das gr. X, annehmen, C in CH.'' (aus dem [[Deutsches Wörterbuch|Grimmschen Wörterbuch]]) == Siehe auch == * das griechische [[Sigma]], insbesondere dessen Glyphen [[ς]] (finales Sigma) und [[Ϲ]], '''ϲ''' (Unizialen) – dort auch weitere Verweise. * der kyrillische Buchstabe '''Es''', [[С]], '''с''' * [[File:Copte s.png|12px]], '''ⱅ''', ''Semma'', ein Buchstabe des koptischen Alphabets, siehe [[koptische Schrift]] * [[C̵]] mit Stroke, Kildinsamisch * [[Unicode]]-Zeichen, die vom lateinischen '''C''', '''c''' abgeleitet sind: ** [[¢]], das Cent-Zeichen; [[₡]], das Colón-Zeichen; [[₵]], das Cedi-Zeichen ** [[℃]], [[Grad Celsius]] ** Römisches Zahlzeichen 100: [[Ⅽ]], '''[[ⅽ]]''' ** [[℅]], (''care of'', engl.) zu Händen; [[℆]], (''cada una'', span.) im Einzelnen ** C mit… Cedille [[Ç]], '''ç''', …Akut: [[Ć]], '''ć''', …Zirkumflex: [[Ĉ]], '''ĉ''', …übergesetztem Punkt: [[Ċ]], '''ċ''', …Hatschek: [[Č]], '''č''', …Haken: [[Ƈ]], '''ƈ''' (Kleinbuchstabe früher auch IPA-Zeichen), …Schrägstrich: [[Ȼ]], '''ȼ''', …Kringel: [[ɕ]], (nur Kleinbuchstabe; auch IPA-Zeichen), …Cedille und akut: [[Ḉ]], '''ḉ''', …doppeltem Abstrich: [[ℂ]], ** gestreckt: [[ʗ]] (früher auch IPA-Zeichen; hochgestellt: [[ͨ]]; Kapitälchen: [[ᴄ]]; Fraktur: [[ℭ]]) ** gedreht: Kleinbuchstabe [[ↄ]]; römisches Zahlzeichen [[Ↄ]] ** umkreistes C: [[Ⓒ]]; Copyrightzeichen [[Copyrightzeichen|ⓒ]] ** geklammertes kleines c: [[⒞]] == Weblinks == {{Commons|C}} {{Wiktionary|C}} {{Wiktionary|c}} * http://www.wam.umd.edu/~rfradkin/alphapage.html * http://www.weikopf.de/Sprache/Schrift/Alphabet/body_alphabet.html == Quellen == {{NaviBlock |Navigationsleiste Lateinisches Alphabet |Navigationsleiste C-Diakritika}} [[Kategorie:Lateinischer Buchstabe]]

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{{Dieser Artikel|behandelt den lateinischen Buchstaben C, zu anderen Bedeutungen siehe [[C (Begriffsklärung)]]. Aus technischen Gründen wird auch ''C#'' hierher weitergeleitet. Zur Programmiersprache C# siehe [[C-Sharp]]. Für die Programmiersprache C siehe [[C (Programmiersprache)]].}} {{Zeichen|Cc}} [[Datei:Fonts-C.jpg|rechts|Der Buchstabe C in verschiedenen Schriftarten]] '''C''' bzw. '''c''' (gesprochen: [{{IPA|t͡seː}}]) ist der dritte [[Buchstabe]] des [[Lateinisches Alphabet|klassischen]] und [[Lateinisches Schriftsystem|modernen lateinischen Alphabets]]. Er bezeichnete zunächst die [[velar]]en [[Verschlusslaut]]e /k/ und /g/ (letzterer seit dem 3. Jh. v. Chr. durch das neugeschaffene [[G]] vertreten); infolge der seit dem [[Spätlatein]]ischen bezeugten [[Romanische Assibilierung|Assibilierung]] vor [[Vorderzungenvokal]] bezeichnet ''c'' in den meisten [[Romanische Sprachen|romanischen]] und noch vielen anderen Sprachen auch eine ([[postalveolar|post-]])[[alveolar]]e [[Affrikate]] (ital. {{IPA-Phon|ʧ}}, dt. tschech. {{IPA-Phon|ʦ}}) oder einen [[dental]]en oder [[alveolar]]en [[Reibelaut]] (franz. engl. {{IPA-Phon|s}}, span. [{{IPA|θ/s̺}}]). Der Buchstabe C hat in deutschsprachigen Texten eine durchschnittliche [[Buchstabenhäufigkeit|Häufigkeit]] von 3,06 %. == Aussprache == In den meisten [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] sowie verbreitet in der mittelalterlichen und neuzeitlichen Aussprache des [[Latein]]s und zahlreicher daraus entlehnter Wörter steht ''c'' vor Konsonanten und hinteren [[Vokal]]en (einschließlich /a/) für den [[Stimmloser velarer Plosiv|stimmlosen velaren Plosiv]] /k/, vor ursprünglichen [[Vorderzungenvokal]]en ''e'', ''i'' (auch vor lat. ''ae'', ''oe'', ''y'') dagegen für einen [[Zischlaut]] (je nach Sprache und Sprachstufe eine [[Affrikate]] {{IPA-Phonem|ʧ}}, {{IPA-Phonem|ʦ}} oder ein reiner [[Frikativ]] /s/, {{IPA-Phonem|ʃ}}, {{IPA-Phonem|θ}}; vgl. [[Romanische Palatalisierung]]). Die Verteilung dieser [[Allophon]]e nach darauffolgendem Vokal wird gelegentlich in sprachspezifischer [[Lautschrift]] durch die Reihe '''ka – ce/ze – ci/zi – ko – ku (sogenannte Ka-ze-zi-ko-ku-Regel)''' wiedergegeben''Etwas in Sachen des Buchstaben C'', in: ''Hannoverisches Magazin'', 11tes Stück, Freytag, den 6ten Februar 1778, [http://books.google.ch/books?id=GPMWAAAAYAAJ&pg=RA3-PA210 p. 165.]Francisco Gabriel Malo de Medina, ''Guia del niño instruido, y padre educado, cartilla y caton para todas artes'', Madrid 1787, [http://books.google.ch/books?id=_2NTrjF8HtoC&pg=PA15 p. 15f.] oder einen Merkspruch folgender Art zusammengefasst: „Nach ''a, o, u'' sprich ''c'' wie ''k'', vor ''e'' und ''i'' sprich ''c'' wie ''z''.“Vgl. [http://www.google.ch/ #hl=de&tbm=bks&sclient=psy-ab&q=%22sprich+c+wie+z%22&oq=%22 sprich+c+wie+z%22&gs_l= serp.3...333163.333309. 5.333547. 2.2.0.0.0 .0.118.231.0j2.2.0...0.0...1c.1.9. psy-ab.Lhlmzufgmrc&pbx=1&bav=on.2,or.r_qf .&bvm=bv. 45512109,d.ZWU&fp=b3bfab612ca0258c &biw=1607 &bih=918 Google-Buchsuche.] Wo ein solcher Zischlaut vor einem hinteren Konsonanten wie /a/, /o/, /u/ (oder einem erst später daraus entstandenen Vorderzungenvokal, etwa [[Französische Sprache|frz.]] [y] < lat. /u/) steht, wird er oft durch ''[[ç]]'', ''z'', oder (im Italienischen) den [[Digraph (Linguistik)|Digraphen]] ''ci'' bezeichnet. Umgekehrt tritt für den Velaren vor vorderem Vokal ''k'', im Französischen regelmäßig ''qu'', im Italienischen ''ch''In [[SMS]] heute aber regelmäßig ''k''. ein. Darüber hinaus wird der Buchstabe ''c'' zum Teil auch allgemein durch ''z'' bzw. ''k'' ersetzt, z. B. bei im heutigen Deutsch bei lateinischen Lehnwörtern: ''Zirkus'' statt ''Circus''. Außerhalb des [[Italienische Sprache|Italienischen]] steht der [[Ch (Digraph)|Digraph ''ch'']] in vielen romanischen Sprachen ebenfalls für einen Zischlaut, im Deutschen und im [[Gälische Sprachen|Gälischen]] für einen velaren oder [[palatal]]en Reibelaut. Die Kombination '''ck''' dient im Deutschen als Variante von ''k'' zur Kennzeichnung, dass der vorhergehende Vokal kurz ausgesprochen wird; der [[sch (Trigraph)|Trigraph ''sch'']] stellt den Laut [{{IPA|ʃ|ʃ}}] dar (wie in ''Schule''). == Herkunft == {| align="center" border="0" cellpadding="5" |align="center" width="130px"|[[Datei:Proto-semiticG-01.svg|x64px|Proto-semitischer Fuß]] |align="center" width="130px"|[[Datei:PhoenicianG-01.svg|x64px|Phönizisches Gimel]] |align="center" width="130px"|[[Datei:Frühgriechisches Gamma.svg|x64px|Variante des frühgriechischen Gamma]] |align="center" width="130px"|[[Datei:Greek Gamma 02.svg|x64px|Griechisches Gamma]] |align="center" width="130px"|[[Datei:EtruscanC-01.svg|x64px|Etruskisches C]] |align="center" width="130px"|[[Datei:RomanC-01.png|Lateinisches C]] |- |align="center" valign="top" width="130px"|Proto-semitischer
Fuß |align="center" valign="top" width="130px"|Phönizisches Gimel |align="center" valign="top" width="130px"|Variante des frühgriechischen Gamma |align="center" valign="top" width="130px"|Griechisches Gamma |align="center" valign="top" width="130px"|Etruskisches C |align="center" valign="top" width="130px"|Lateinisches C |} "C" leitet sich vom selben Buchstaben ab wie das "G" Im phönizischen Alphabet nannte sich der Buchstabe "Gimel". Die Griechen übernahmen den Buchstaben als [[Gamma]]. Zu Beginn wurde das Gamma in einer Form geschrieben, die wie ein Dach aussah (ähnlich dem späteren [[Lambda]]). Bis zur klassischen Zeit entwickelte sich das Gamma zu Γ weiter. Mit dafür verantwortlich war wahrscheinlich neben dem Wechsel der Schreibrichtung von rechts-nach-links auf links-nach-rechts auch der notwendige Wechsel der Schreibwerkzeuge zum Beschreiben von organischen Stoffen. Als die Etrusker das frühgriechische Alphabet übernahmen, hatten sie keine Verwendung für das Gamma, da im etruskischen stimmhafte [[Verschlusslaut]]e wie [g] nicht vorkamen. Allerdings hatte die [[etruskische Sprache]] drei k-Laute. Die [[Etrusker]] veränderten daher den Lautwert des Buchstabens, um den stimmlosen Verschlusslaut [k] vor [e] oder [i] wiederzugeben. Mit eben dem Lautwert wanderte das Zeichen C dann in das lateinische Alphabet und wurde von den Römern, die durchaus zwischen der Tenuis [[K]] und der Media [[G]] unterschieden, so ursprünglich für die Laute [g] und [k], genauer, für die Silben [ge]; [gi] und [ke]; [ki] gesetzt. Wenn auch in archaischer Zeit in der lateinischen Schriftpraxis drei von ihren nachfolgenden Lauten unterschiedlich gefärbte [k]-Laute zeichenmäßig noch nicht konsequent unterschieden wurden, so setzte doch eine Differenzierung ein, nämlich C vor [e], [i], [[K]] vor [a] und [[Liquida|Liquiden]], [[Q]] vor [o], [u], von denen der Erstere auch noch für unser heutiges [[G]] verantwortlich ist. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. kam dieser Prozess zum Abschluss, indem der Buchstabe [[Q]] nur noch vor das konsonantische [u] gestellt, während der Buchstabe [[K]] ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. nur noch in formelhaften Abkürzungen, wie Kal. = Kalendae und dem Brandmal K. = Kalumniator vorkam. Beide Buchstaben wurden zugunsten des C verdrängt. Nun hing aber auch noch der [g]-Laut am Zeichen C und nach [[Plutarch]] (Quest. Rom. 54) war es 230 v. Chr. der Schreibschulen-Betreiber [[Spurius Carvilius Ruga]], der durch Hinzufügung eines Striches das [[G]] aus dem C herausholte, und an die Stelle verfrachtete, welche der [ts]-Laut, also das Griechischen Zeta, unser Zet, im Griechischen einnahm. Erhalten blieb das Zeichen C als [ge]-Laut nur in den Abkürzungen C. = Gaius und CN. = Gnaeus. Interessant ist dabei, dass der Römer den neuen Buchstaben, also die Verknüpfung des Zeichens C mit Cauda (Schwanz) = G mit dem Laute [g], nicht ans Ende des Alphabetes setzte, wie später mit dem griechischen [[Y]] und [[Z]] geschah, sondern an die Stelle, die dem Zet nach dem griechischen Alphabete zukam. Nachdem der stimmhafte [z]-Laut, der an der Zeta-Stelle im Alphabet, also an der 7. Stelle stand und durch das Zeichen 'I' dargestellt wurde, zu [[R]] geworden war (fesiae → feriae), war das Zeichen nicht mehr nötig und der Buchstabe wurde durch den Censor [[Appius Claudius Caecus]] 312 v. Chr. (Marc. Capella: 1,3) getilgt. Zudem war Griechenland noch nicht erobert und die griechische Gelehrsamkeit in Rom noch nicht heimisch). Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass dort eine Lücke empfunden wurde, weil auch in Rom die Buchstaben noch die alte phönizische Zahlbedeutung hatten. Im Spätlatein ab dem [[5. Jahrhundert]] n. Chr. wurde das [k] vor einem hellen Vokal zu [ts]. Diese Aussprache wurde zum Standard im mittelalterlichen Latein, sie ist der Grund dafür, dass das C heute unterschiedliche Lautwerte hat. In [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] wurde diese Entwicklung zum Teil noch weiter fortgeführt; das C hat dort auch die Lautwerte [tʃ], [s] oder [θ]. == Zitat == ''Da wir, gleich den Griechen und Slaven, die tenuis des gutturallauts mit K ausdrücken, so ist dafür das aus dem lateinischen Alphabet entnommene C ganz überflüssig, fehlt darum auch der gothischen und altnordischen schrift, die Slaven verwenden es für S, die Polen und Böhmen für Z.'' (…) ''unentbehrlich aber bleibt, solange wir für die kehlaspirata kein einfaches Zeichen, wie die Gothen das gr. X, annehmen, C in CH.'' (aus dem [[Deutsches Wörterbuch|Grimmschen Wörterbuch]]) == Siehe auch == * das griechische [[Sigma]], insbesondere dessen Glyphen [[ς]] (finales Sigma) und [[Ϲ]], '''ϲ''' (Unizialen) – dort auch weitere Verweise. * der kyrillische Buchstabe '''Es''', [[С]], '''с''' * [[File:Copte s.png|12px]], '''ⱅ''', ''Semma'', ein Buchstabe des koptischen Alphabets, siehe [[koptische Schrift]] * [[C̵]] mit Stroke, Kildinsamisch * [[Unicode]]-Zeichen, die vom lateinischen '''C''', '''c''' abgeleitet sind: ** [[¢]], das Cent-Zeichen; [[₡]], das Colón-Zeichen; [[₵]], das Cedi-Zeichen ** [[℃]], [[Grad Celsius]] ** Römisches Zahlzeichen 100: [[Ⅽ]], '''[[ⅽ]]''' ** [[℅]], (''care of'', engl.) zu Händen; [[℆]], (''cada una'', span.) im Einzelnen ** C mit… Cedille [[Ç]], '''ç''', …Akut: [[Ć]], '''ć''', …Zirkumflex: [[Ĉ]], '''ĉ''', …übergesetztem Punkt: [[Ċ]], '''ċ''', …Hatschek: [[Č]], '''č''', …Haken: [[Ƈ]], '''ƈ''' (Kleinbuchstabe früher auch IPA-Zeichen), …Schrägstrich: [[Ȼ]], '''ȼ''', …Kringel: [[ɕ]], (nur Kleinbuchstabe; auch IPA-Zeichen), …Cedille und akut: [[Ḉ]], '''ḉ''', …doppeltem Abstrich: [[ℂ]], ** gestreckt: [[ʗ]] (früher auch IPA-Zeichen; hochgestellt: [[ͨ]]; Kapitälchen: [[ᴄ]]; Fraktur: [[ℭ]]) ** gedreht: Kleinbuchstabe [[ↄ]]; römisches Zahlzeichen [[Ↄ]] ** umkreistes C: [[Ⓒ]]; Copyrightzeichen [[Copyrightzeichen|ⓒ]] ** geklammertes kleines c: [[⒞]] == Weblinks == {{Commons|C}} {{Wiktionary|C}} {{Wiktionary|c}} * http://www.wam.umd.edu/~rfradkin/alphapage.html * http://www.weikopf.de/Sprache/Schrift/Alphabet/body_alphabet.html == Quellen == {{NaviBlock |Navigationsleiste Lateinisches Alphabet |Navigationsleiste C-Diakritika}} [[Kategorie:Lateinischer Buchstabe]]

Text von Grashuepfer90

{{Dieser Artikel|behandelt den lateinischen Buchstaben C, zu anderen Bedeutungen siehe [[C (Begriffsklärung)]]. Aus technischen Gründen wird auch ''C#'' hierher weitergeleitet. Zur Programmiersprache C# siehe [[C-Sharp]]. Für die Programmiersprache C siehe [[C (Programmiersprache)]].}} {{Zeichen|Cc}} [[Datei:Fonts-C.jpg|rechts|Der Buchstabe C in verschiedenen Schriftarten]] '''C''' bzw. '''c''' (gesprochen: [{{IPA|t͡seː}}]) ist der dritte [[Buchstabe]] des [[Lateinisches Alphabet|klassischen]] und [[Lateinisches Schriftsystem|modernen lateinischen Alphabets]]. Er bezeichnete zunächst die [[velar]]en [[Verschlusslaut]]e /k/ und /g/ (letzterer seit dem 3. Jh. v. Chr. durch das neugeschaffene [[G]] vertreten); infolge der seit dem [[Spätlatein]]ischen bezeugten [[Romanische Assibilierung|Assibilierung]] vor [[Vorderzungenvokal]] bezeichnet ''c'' in den meisten [[Romanische Sprachen|romanischen]] und noch vielen anderen Sprachen auch eine ([[postalveolar|post-]])[[alveolar]]e [[Affrikate]] (ital. {{IPA-Phon|ʧ}}, dt. tschech. {{IPA-Phon|ʦ}}) oder einen [[dental]]en oder [[alveolar]]en [[Reibelaut]] (franz. engl. {{IPA-Phon|s}}, span. [{{IPA|θ/s̺}}]). Der Buchstabe C hat in deutschsprachigen Texten eine durchschnittliche [[Buchstabenhäufigkeit|Häufigkeit]] von 3,06 %. == Aussprache == In den meisten [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] sowie verbreitet in der mittelalterlichen und neuzeitlichen Aussprache des [[Latein]]s und zahlreicher daraus entlehnter Wörter steht ''c'' vor Konsonanten und hinteren [[Vokal]]en (einschließlich /a/) für den [[Stimmloser velarer Plosiv|stimmlosen velaren Plosiv]] /k/, vor ursprünglichen [[Vorderzungenvokal]]en ''e'', ''i'' (auch vor lat. ''ae'', ''oe'', ''y'') dagegen für einen [[Zischlaut]] (je nach Sprache und Sprachstufe eine [[Affrikate]] {{IPA-Phonem|ʧ}}, {{IPA-Phonem|ʦ}} oder ein reiner [[Frikativ]] /s/, {{IPA-Phonem|ʃ}}, {{IPA-Phonem|θ}}; vgl. [[Romanische Palatalisierung]]). Die Verteilung dieser [[Allophon]]e nach darauffolgendem Vokal wird gelegentlich in sprachspezifischer [[Lautschrift]] durch die Reihe '''ka – ce/ze – ci/zi – ko – ku (sogenannte Ka-ze-zi-ko-ku-Regel)''' wiedergegeben''Etwas in Sachen des Buchstaben C'', in: ''Hannoverisches Magazin'', 11tes Stück, Freytag, den 6ten Februar 1778, [http://books.google.ch/books?id=GPMWAAAAYAAJ&pg=RA3-PA210 p. 165.]Francisco Gabriel Malo de Medina, ''Guia del niño instruido, y padre educado, cartilla y caton para todas artes'', Madrid 1787, [http://books.google.ch/books?id=_2NTrjF8HtoC&pg=PA15 p. 15f.] oder einen Merkspruch folgender Art zusammengefasst: „Nach ''a, o, u'' sprich ''c'' wie ''k'', vor ''e'' und ''i'' sprich ''c'' wie ''z''.“Vgl. [http://www.google.ch/ #hl=de&tbm=bks&sclient=psy-ab&q=%22sprich+c+wie+z%22&oq=%22 sprich+c+wie+z%22&gs_l= serp.3...333163.333309. 5.333547. 2.2.0.0.0 .0.118.231.0j2.2.0...0.0...1c.1.9. psy-ab.Lhlmzufgmrc&pbx=1&bav=on.2,or.r_qf .&bvm=bv. 45512109,d.ZWU&fp=b3bfab612ca0258c &biw=1607 &bih=918 Google-Buchsuche.] Wo ein solcher Zischlaut vor einem hinteren Konsonanten wie /a/, /o/, /u/ (oder einem erst später daraus entstandenen Vorderzungenvokal, etwa [[Französische Sprache|frz.]] [y] < lat. /u/) steht, wird er oft durch ''[[ç]]'', ''z'', oder (im Italienischen) den [[Digraph (Linguistik)|Digraphen]] ''ci'' bezeichnet. Umgekehrt tritt für den Velaren vor vorderem Vokal ''k'', im Französischen regelmäßig ''qu'', im Italienischen ''ch''In [[SMS]] heute aber regelmäßig ''k''. ein. Darüber hinaus wird der Buchstabe ''c'' zum Teil auch allgemein durch ''z'' bzw. ''k'' ersetzt, z. B. bei im heutigen Deutsch bei lateinischen Lehnwörtern: ''Zirkus'' statt ''Circus''. Außerhalb des [[Italienische Sprache|Italienischen]] steht der [[Ch (Digraph)|Digraph ''ch'']] in vielen romanischen Sprachen ebenfalls für einen Zischlaut, im Deutschen und im [[Gälische Sprachen|Gälischen]] für einen velaren oder [[palatal]]en Reibelaut. Die Kombination '''ck''' dient im Deutschen als Variante von ''k'' zur Kennzeichnung, dass der vorhergehende Vokal kurz ausgesprochen wird; der [[sch (Trigraph)|Trigraph ''sch'']] stellt den Laut [{{IPA|ʃ|ʃ}}] dar (wie in ''Schule''). == Herkunft == {| align="center" border="0" cellpadding="5" |align="center" width="130px"|[[Datei:Proto-semiticG-01.svg|x64px|Proto-semitischer Fuß]] |align="center" width="130px"|[[Datei:PhoenicianG-01.svg|x64px|Phönizisches Gimel]] |align="center" width="130px"|[[Datei:Frühgriechisches Gamma.svg|x64px|Variante des frühgriechischen Gamma]] |align="center" width="130px"|[[Datei:Greek Gamma 02.svg|x64px|Griechisches Gamma]] |align="center" width="130px"|[[Datei:EtruscanC-01.svg|x64px|Etruskisches C]] |align="center" width="130px"|[[Datei:RomanC-01.png|Lateinisches C]] |- |align="center" valign="top" width="130px"|Proto-semitischer
Fuß |align="center" valign="top" width="130px"|Phönizisches Gimel |align="center" valign="top" width="130px"|Variante des frühgriechischen Gamma |align="center" valign="top" width="130px"|Griechisches Gamma |align="center" valign="top" width="130px"|Etruskisches C |align="center" valign="top" width="130px"|Lateinisches C |} Die Phönizier nannten den Buchstaben, von dem sich das C ableitete, [["Gimel"]]. Die Griechen übernahmen den Buchstaben als [[Gamma]]. Zu Beginn wurde das Gamma in einer Form geschrieben, die wie ein Dach aussah (ähnlich dem späteren [[Lambda]]). Bis zur klassischen Zeit entwickelte sich das Gamma zu Γ weiter. Mit dafür verantwortlich war wahrscheinlich neben dem Wechsel der Schreibrichtung von rechts-nach-links auf links-nach-rechts auch der notwendige Wechsel der Schreibwerkzeuge zum Beschreiben von organischen Stoffen. Als die Etrusker das frühgriechische Alphabet übernahmen, hatten sie keine Verwendung für das Gamma, da im etruskischen stimmhafte [[Verschlusslaut]]e wie [g] nicht vorkamen. Allerdings hatte die [[etruskische Sprache]] drei k-Laute. Die [[Etrusker]] veränderten daher den Lautwert des Buchstabens, um den stimmlosen Verschlusslaut [k] vor [e] oder [i] wiederzugeben. Mit eben dem Lautwert wanderte das Zeichen C dann in das lateinische Alphabet und wurde von den Römern, die durchaus zwischen der Tenuis [[K]] und der Media [[G]] unterschieden, so ursprünglich für die Laute [g] und [k], genauer, für die Silben [ge]; [gi] und [ke]; [ki] gesetzt. Wenn auch in archaischer Zeit in der lateinischen Schriftpraxis drei von ihren nachfolgenden Lauten unterschiedlich gefärbte [k]-Laute zeichenmäßig noch nicht konsequent unterschieden wurden, so setzte doch eine Differenzierung ein, nämlich C vor [e], [i], [[K]] vor [a] und [[Liquida|Liquiden]], [[Q]] vor [o], [u], von denen der Erstere auch noch für unser heutiges [[G]] verantwortlich ist. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. kam dieser Prozess zum Abschluss, indem der Buchstabe [[Q]] nur noch vor das konsonantische [u] gestellt, während der Buchstabe [[K]] ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. nur noch in formelhaften Abkürzungen, wie Kal. = Kalendae und dem Brandmal K. = Kalumniator vorkam. Beide Buchstaben wurden zugunsten des C verdrängt. Nun hing aber auch noch der [g]-Laut am Zeichen C und nach [[Plutarch]] (Quest. Rom. 54) war es 230 v. Chr. der Schreibschulen-Betreiber [[Spurius Carvilius Ruga]], der durch Hinzufügung eines Striches das [[G]] aus dem C herausholte, und an die Stelle verfrachtete, welche der [ts]-Laut, also das Griechischen Zeta, unser Zet, im Griechischen einnahm. Erhalten blieb das Zeichen C als [ge]-Laut nur in den Abkürzungen C. = Gaius und CN. = Gnaeus. Interessant ist dabei, dass der Römer den neuen Buchstaben, also die Verknüpfung des Zeichens C mit Cauda (Schwanz) = G mit dem Laute [g], nicht ans Ende des Alphabetes setzte, wie später mit dem griechischen [[Y]] und [[Z]] geschah, sondern an die Stelle, die dem Zet nach dem griechischen Alphabete zukam. Nachdem der stimmhafte [z]-Laut, der an der Zeta-Stelle im Alphabet, also an der 7. Stelle stand und durch das Zeichen 'I' dargestellt wurde, zu [[R]] geworden war (fesiae → feriae), war das Zeichen nicht mehr nötig und der Buchstabe wurde durch den Censor [[Appius Claudius Caecus]] 312 v. Chr. (Marc. Capella: 1,3) getilgt. Zudem war Griechenland noch nicht erobert und die griechische Gelehrsamkeit in Rom noch nicht heimisch). Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass dort eine Lücke empfunden wurde, weil auch in Rom die Buchstaben noch die alte phönizische Zahlbedeutung hatten. Im Spätlatein ab dem [[5. Jahrhundert]] n. Chr. wurde das [k] vor einem hellen Vokal zu [ts]. Diese Aussprache wurde zum Standard im mittelalterlichen Latein, sie ist der Grund dafür, dass das C heute unterschiedliche Lautwerte hat. In [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] wurde diese Entwicklung zum Teil noch weiter fortgeführt; das C hat dort auch die Lautwerte [tʃ], [s] oder [θ]. == Zitat == ''Da wir, gleich den Griechen und Slaven, die tenuis des gutturallauts mit K ausdrücken, so ist dafür das aus dem lateinischen Alphabet entnommene C ganz überflüssig, fehlt darum auch der gothischen und altnordischen schrift, die Slaven verwenden es für S, die Polen und Böhmen für Z.'' (…) ''unentbehrlich aber bleibt, solange wir für die kehlaspirata kein einfaches Zeichen, wie die Gothen das gr. X, annehmen, C in CH.'' (aus dem [[Deutsches Wörterbuch|Grimmschen Wörterbuch]]) == Siehe auch == * das griechische [[Sigma]], insbesondere dessen Glyphen [[ς]] (finales Sigma) und [[Ϲ]], '''ϲ''' (Unizialen) – dort auch weitere Verweise. * der kyrillische Buchstabe '''Es''', [[С]], '''с''' * [[File:Copte s.png|12px]], '''ⱅ''', ''Semma'', ein Buchstabe des koptischen Alphabets, siehe [[koptische Schrift]] * [[C̵]] mit Stroke, Kildinsamisch * [[Unicode]]-Zeichen, die vom lateinischen '''C''', '''c''' abgeleitet sind: ** [[¢]], das Cent-Zeichen; [[₡]], das Colón-Zeichen; [[₵]], das Cedi-Zeichen ** [[℃]], [[Grad Celsius]] ** Römisches Zahlzeichen 100: [[Ⅽ]], '''[[ⅽ]]''' ** [[℅]], (''care of'', engl.) zu Händen; [[℆]], (''cada una'', span.) im Einzelnen ** C mit… Cedille [[Ç]], '''ç''', …Akut: [[Ć]], '''ć''', …Zirkumflex: [[Ĉ]], '''ĉ''', …übergesetztem Punkt: [[Ċ]], '''ċ''', …Hatschek: [[Č]], '''č''', …Haken: [[Ƈ]], '''ƈ''' (Kleinbuchstabe früher auch IPA-Zeichen), …Schrägstrich: [[Ȼ]], '''ȼ''', …Kringel: [[ɕ]], (nur Kleinbuchstabe; auch IPA-Zeichen), …Cedille und akut: [[Ḉ]], '''ḉ''', …doppeltem Abstrich: [[ℂ]], ** gestreckt: [[ʗ]] (früher auch IPA-Zeichen; hochgestellt: [[ͨ]]; Kapitälchen: [[ᴄ]]; Fraktur: [[ℭ]]) ** gedreht: Kleinbuchstabe [[ↄ]]; römisches Zahlzeichen [[Ↄ]] ** umkreistes C: [[Ⓒ]]; Copyrightzeichen [[Copyrightzeichen|ⓒ]] ** geklammertes kleines c: [[⒞]] == Weblinks == {{Commons|C}} {{Wiktionary|C}} {{Wiktionary|c}} * http://www.wam.umd.edu/~rfradkin/alphapage.html * http://www.weikopf.de/Sprache/Schrift/Alphabet/body_alphabet.html == Quellen == {{NaviBlock |Navigationsleiste Lateinisches Alphabet |Navigationsleiste C-Diakritika}} [[Kategorie:Lateinischer Buchstabe]]
   

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